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Drehbuch: Des Tages Licht

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I) WOHNZIMMER (I)

Ein Zimmer aus der viktorianischen Zeit. Zwei Männer in entsprechender Kleidung. Sie stehen am Tisch in der Mitte des Raumes. Der jüngere Mann blickt zum Boden.

MEINHARD (aufgebracht)

Leben? Du willst so leben… wie früher?

Meinhard schlägt dem Jüngeren mit der flachen Hand ins Gesicht.

MEINHARD

Leben, wieder als Mensch? So wie früher? Arbeiten, nach Hause kommen, Familie haben? Das kannst du vergessen!

HELLMUT

Aber…

MEINHARD

Was aber? Nichts aber!

Hellmut setzt sich auf einen der Stühle. Er starrt Meinhard an.

HELLMUT

Aber ich will wieder menschlicher sein. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist alles.

MEINHARD

Menschlicher willst du sein? Das hättest du dir vorher überlegen sollen. Nicht erst jetzt. Du wusstest, auf was du dich einlässt.

II) Straße (A)

Hellmut torkelkt an einer Hauswand entlang.

III) Parkbank (A)

Schlafend ohne Decke.

IV) Seitengasse (A)

Hellmut trifft auf Meinhard. Sie sprechen miteinander. Hellmut nickt und begleitet Meinhard.

V) WOHNZIMMER (I)

HELLMUT

Meinhard, ich will wieder ein ganz normaler Mensch sein!

MEINHARD (im ruhigen Ton)

Du weißt ganz genau, dass es unmöglich ist. Also warum versuchst du, dich mir entgegen zu stellen?

HELLMUT

Das Leben, welches du mir gegeben hast, ist voller Möglichkeiten und keine Frau kann mir widerstehen.
Doch dieses Leben ist eingegrenzt. Alles kann ich nicht machen.

MEINHARD (setzt sich auf den Tischrand)

Für alles zahlt man einen Preis, Hellmut.
Du kannst tun und lassen was du willst.
Eine eigene Familie und wieder normal leben ist allerdings ausgeschlossen.
Das ist dein Preis.

HELLMUT

Und wenn ich es doch versuche?

MEINHARD

Versuchen? Denk nicht mal daran.
Du weißt, wie es Sandra erging!

HELLMUT

Sandra…

Meinhard schaut Richtung Fenster. Hellmut folgt seinem Blick. Das Morgenlicht dringt langsam durch den Spalt an den Vorhängen.

MEINHARD

Wir reden heute Abend noch einmal darüber.

HELLMUT

Ja. Heute Abend…

Meinhard geht aus dem Zimmer. Hellmut bleibt am Tisch sitzen.

VI) Dunkler Raum (I)

Spärlich eingerichtet. In einer Ecke steht ein großer Sessel. Dösend sitzt Meinhard in diesem Sessel.
Ein durchdringender Schrei ist zu hören und Meinhard schreckt hoch und reisst die Augen auf.

VII) HAUSTÜR (A) Tag

Ein Häufchen Asche verliert sich im Wind.

VIII) DUNKLER RAUM (I)

MEINHARD

Warum genießen sie das gebotene Leben nicht und glauben den übrig
gebliebenen Rest ihrer Seele?

Meinhard schließt die Augen und schläft ein.

© 2005/2015 T.R. aka Wortman

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Fragment #11

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„Woher kommst Du Fremder?“

„Mein Name ist Caleb. Ich komme aus Maarl.“

„Aus Maarl? Was bringt Dich hierher?“

„Ich bin ein Bote.“

„Wenn jemand solch eine weite Reise macht, muß es schon etwas Besonderes sein.“

„Mag sein. Du kannst mir aber bestimmt erzählen, wo ich den Magier Thorkal finde, oder?“

Fragment #10

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Da sitze ich nun und grübel vor mich hin…

“HALLO!”

“Hallo?”

“Ja! HALLO.”

“Wer ist da?”

“NA ICH.”

“Toll! Und wer ist ich?”

“NA ICH, DEINE DUNKLE SEITE.”

“Ach nee, die habe ich auch?”

“LOGO!”

“Und was willst du?”

“DIR ETWAS ZEIGEN.”

“Soll ich den Fernseher anmachen?”

“PFFFFFFFFF…”

Fragment #9

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„Mister Dykstra, ich habe aus dem Fenster zwei Schiffe gesehen. Was war an denen denn so besonders?“

„Das waren torakische Libellen!“

„Libellen?“

„Wissen sie nicht, was diese Libellen sind?“

„Nein.“

„Das sind Raumpiraten. Sie überfallen Frachter, Tanker und auch Siedlungen. Sie stehlen hauptsächlich die Skatt-Kristalle, um sie in den Außenwelten teuer zu verkaufen. Sie haben weit verzweigte Verstecke und Verbindungen. Deswegen ist es auch so schwer, sie ein für alle mal zu erledigen.“

„Sie müssen mich für etwas weltfremd halten Mister Dykstra, aber auf unserem Planeten wird über so etwas nicht gesprochen.“

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